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Nächtlicher Luftalarm in Kiew: Eindrücke, Erkenntnisse und ein Aufruf zum Handeln


Letzte Woche besuchten wir Kiew, um mit dem ukrainischen Start-up-Ökosystem ins Gespräch zu kommen. Unser Ziel war es, besser zu verstehen, wie wir mit unserer Expertise als Fintech und unseren Ressourcen Unterstützung leisten können. Doch bereits in der ersten Nacht wurden wir auf eindringliche Weise mit der Realität des Krieges konfrontiert.


Die Ereignisse in der Nacht des 11. April 2024 


Um 04:15 Uhr schrillten plötzlich die Sirenen und unsere Smartphones leuchteten mit einer Warnung auf: "Luftangriff! Bitte begeben Sie sich unverzüglich in einen Schutzraum." Zusammen mit anderen Hotelgästen eilten wir in den Keller, wo wir die nächsten 2,5 Stunden ausharren sollten. Für die Menschen in Kiew ist dies trauriger Alltag - laut Statistik war es bereits der 1035. Luftalarm in der Stadt.

"Air Raid" Warn App der Statt Kiew



Die Dimensionen des Krieges hautnah


Wie wir durch die Live Informationen auf den offiziellen Telegramm Kanäle erfuhren, handelte es sich um einen massiven Raketenangriff der russischen Streitkräfte. Insgesamt kamen 82 Luftangriffswaffen zum Einsatz, darunter Marschflugkörper von strategischen Bombern, ballistische Raketen von Kampfjets sowie Lenkflugkörper und Drohnen, gestartet von verschiedenen Gebieten wie dem Schwarzen Meer, Belarus und dem besetzten Gebiet. Die schiere Komplexität und Schwere des Angriffs, die wir live verfolgen konnten, war erschütternd.

Screenshot der übersetzten Warnmeldung



Abwehrerfolge der Luftverteidigung


Doch dank des Einsatzes der ukrainischen Luftverteidigung konnten 57 der Luftziele zerstört werden, darunter Marschflugkörper, Raketen und Drohnen.




Diese beeindruckende Leistung unterstreicht die Effektivität und immense Bedeutung moderner Luftverteidigungssysteme. Es bedarf keiner Erklärung, dass wir in der lebendigen Realität des Konflikts zutiefst erleichtert waren über die Stationierung von Patriot-Systemen in und um Kiew – eine Erleichterung, die erst in der Brisanz des Augenblicks wirklich fühlbar wurde. 


Der Handlungsbedarf zur Unterstützung des Ukrainischen Start-up Ecosystems


Die Notwendigkeit, ukrainische Start-ups zu unterstützen, wurde uns in Kiew augenfällig demonstriert. Die von Ländern wie Deutschland gelieferten hochmodernen Luftabwehrsysteme spielen eine entscheidende Rolle bei der Verteidigung gegen strategische Bomber, ballistische Raketen von Kampfjets und Lenkflugkörper. Doch ebenso wichtig ist es, effektive Lösungen zu finden, um der zunehmenden Bedrohung durch kleinere, aber nicht minder gefährliche Angriffe wie etwa durch Drohnen zu begegnen. 


Genau hier leistet das ukrainische Start-up-Ökosystem einen entscheidenden Beitrag: Es entwickelt und implementiert technologiegetriebene Abwehrsysteme, die für den Schutz der Zivilbevölkerung und die Sicherheit des Landes unentbehrlich sind. 


Diese innovativen Entwicklungen sind inmitten des Konflikts unter enormem Druck entstanden, doch trotz der Schlüsselrolle, die diese Start-ups spielen, kämpfen sie mit finanziellen Engpässen. 

Ihre Fähigkeit, die Verteidigungsstrategie der Ukraine zu stärken, verdient unsere volle finanzielle und moralische Unterstützung.

An dieser Stelle wollen wir ansetzen 


Gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir mit Hochdruck an einer Lösung, die es Privatpersonen und Institutionen ermöglichen wird, unkompliziert und transparent ukrainische Start-ups zu unterstützen - insbesondere jene, die an der Schnittstelle von Verteidigung und Technologie innovative Lösungen entwickeln. 

Unser Ziel ist es, in Kürze eine Plattform zu launchen, die eine direkte Beteiligung an diesen Start-ups ermöglicht und so deren immenses Potenzial und ihre Widerstandsfähigkeit stärkt.

Wir sind überzeugt, dass wir die Kraft und die Möglichkeiten haben, etwas zu bewegen. Unsere Unterstützung geht weit über materielle Hilfe hinaus - es geht darum, das Potenzial der ukrainischen Start-up-Szene freizusetzen, Innovationen zu fördern und so die Widerstandsfähigkeit des Landes zu stärken. 


Der nächtliche Luftalarm während unseres Besuches in Kiew hat uns die Dringlichkeit und Bedeutung unser Beiträge einmal mehr vor Augen geführt. Die Menschen in der Ukraine kämpfen jeden Tag für ihre Freiheit und ihr Überleben. Sie brauchen unsere Solidarität und unsere Unterstützung - nicht irgendwann, sondern jetzt.

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