ENERGIE
Vom Smart Meter zur Schichtübergabe
Ein Smart-Meter-Gateway erkennt eine Störung in dem Moment, in dem sie entsteht. Was es nicht tut: es der Kollegin sagen, die in der Nachtschicht den Anruf entgegennimmt.
GEBAUT
Was wir im Netz bauen
GridGuru ist Edge-KI direkt auf dem Smart-Meter-Gateway, nicht in einem Rechenzentrum. Der lokale Ansatz umgeht, was Cloud-Analyse ausbremst: Latenz, Anbindung, Datenschutz, Skalierbarkeit. Dahinter stehen wir — gegründet 2017 in Amberg.
GridOptics
Echtzeit-Überblick über Anlagen und Netzqualität
GridForesight
Prognose, Anomalieerkennung und vorausschauende Wartung
GridBalancer
Lastglättung und Microgrid-Steuerung
GridAssist
Automatisierung, Alarmierung und Entscheidungshilfe
Deutschland baut den Smart-Meter-Rollout nach § 45 MsbG aus: 90 Prozent aller verpflichteten Messstellen sollen bis 2032 ein intelligentes Messsystem haben. Ende 2025 lagen kleine Messstellenbetreiber bei 14,6 Prozent, große bei 27,1 Prozent. Die Bundesnetzagentur hat deshalb gegen 77 Messstellenbetreiber ein Aufsichtsverfahren eröffnet.
Balancer erweitert GridGuru um Demand Response: KI-Prognosen erkennen Verbrauchsspitzen und Flexibilität, die Abrechnung läuft automatisiert über Blockchain. Zwei Kerntechnologien dahinter sind patentiert: die gesicherte Datenübertragung direkt im Smart-Meter-Gateway (US 12,323,523 B2) und die automatische Ertragsverteilung für gemeinsam genutzte Anlagen (EP 3800826 B1). Konkret heißt das: Ein Mehrfamilienhaus mit Solaranlage muss Zählerstände nicht mehr von Hand abgleichen. Das Gateway signiert die Messdaten direkt im Gerät, ein Smart Contract erkennt in Echtzeit, wer Solar- oder Netzstrom nutzt, und verteilt die Erträge sofort.
SPANNUNG
Der Gong geht um drei
Ein Gong geht — ein Umspannwerk meldet eine Störung. Der Schaltmeister in der Netzleitstelle drückt den roten Knopf. Die Störung ist quittiert. Auf der Netzkarte färbt sich ein Punkt rot, mitten in der Nacht.
Bevor irgendwer rausfährt, prüft er von der Leitstelle aus, was sich umleiten lässt. Reicht das nicht, gibt er die Schaltanweisung frei und ruft den Entstörtrupp.
Was diese Anlage beim letzten Mal gemacht hat, steht im besten Fall im Betriebstagebuch. Oft genug lebt es nur im Kopf des Kollegen von letzter Woche. Der schläft um diese Zeit. Was heute Nacht nicht sauber landet, fehlt im April wieder: im Jahresbericht an die Bundesnetzagentur nach § 52 EnWG.
„Damit quittieren wir die Störungsmeldung und signalisieren so, dass sie bei uns angekommen ist."
ANSAGE
Was GENIE der Leitstelle bringt
Sprachassistenten für Netzleitsysteme sind heute selten. Der nächstgelegene reale Fall läuft über Chat, nicht über das Telefon.
„Aktuell gibt es meines Wissens keine am Markt vermarkteten Sprachassistenten für Netzsoftware — aber genau darin liegen eine Chance und eine Notwendigkeit." (Dr. Renuka G. Chatterjee, CIGRE, aus „Voice Assistants in Grid Control Rooms", übersetzt)
Das ist eine Möglichkeit, kein Versprechen für heute.
Genau da setzen wir an. GENIE nimmt Anrufe an, wenn der Kundenservice zu hat. Sie ruft im Auftrag zurück und sagt ehrlich, wenn eine Nummer nicht erreichbar war. Sie merkt sich die letzte Störung an einer Anlage — episodisch verankert, mit einer Latenzgrenze von höchstens 150 Millisekunden, damit ein Gespräch nicht stockt. Genau das bringen wir in die Netzleitstelle.
Für die Schichtübergabe selbst arbeiten wir an Group Intelligence: zwei GENIEs tauschen künftig nur geprüfte Signale aus, kein gemeinsames Gehirn, kein Mithören im Raum. Das Design-Partner-Programm dafür ist offen.
Von GridGuru zu GENIE
GridGuru zeigt, was wir im Netz bauen. GENIE ist die Kommunikationsschicht darüber — was die Nachtschicht weiß, geht nicht verloren, bevor die Tagschicht danach fragt.